Spurensuche: Wie aus Jebus Jerusalem wurde

Spurensuche: Wie aus Jebus Jerusalem wurde

Jerusalem ist keine Gründung der Israeliten. Erst König David konnte sie um 1000 v. Chr. unter seine Herrschaft bringen. David regierte zuvor nach Sauls Tod etwa siebeneinhalb Jahre von Hebron aus das Südreich Juda. Auch als gesalbter König von ganz Israel blieb er zunächst noch in Hebron. Damals begann er seine Planung das noch Jebus genannte Jerusalem zu seiner neuen Hauptstadt zu machen. Dies vor allem deshalb, weil Jebus quasi in einer neutralen Zone zwischen dem Stammesgebiet von Benjamin im Norden und den judaischen Territorien im Süden lag und keinem jüdischen Stamm gehörte, sondern den Jebusitern.
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Was zieht Gottes Segen an?

Lernen wir von Rut.

Rut war eine moabitische Frau, also eine Heidin. Sie war die Witwe eines aus Israel vor einer Hungersnot fliehenden Ephratiten. Als arme Witwe und Flüchtling aus dem Land der Heiden kam sie nach Israel. Sie war dort eine Fremde, aber nicht für Gott, so wie auch heutige Flüchtlinge von Gott erkannt sind. Durch ihr Verhalten zog Rut Gottes Segen an, so dass sie bald Frau eines angesehenen und reichen Israeliten wurde und Urahnin von David und Jesus Christus. Fünf Eigenschaften zeichneten Rut aus.  Weiterlesen

Spurensuche – Der Abendmahlsaal

In Mk 14:12-15 lesen wir: Am ersten Tag der Ungesäuerten Brote, da man das Paschalamm schlachtete, sagten seine Jünger zu ihm: »Wo willst du, daß wir hingehen und für dich das Essen des Paschamahles bereiten?« Er schickte zwei seiner Jünger weg und sagte zu ihnen: «Geht in die Stadt und es wird euch einer begegnen, der einen Wasserkrug trägt; dem folgt, und wo er hineingeht, da sagt zu dem Herrn des Hauses: Der Meister läßt sagen: Wo ist meine Herberge, darin ich das Pascha esse mit meinen Jüngern? Er wird euch ein großes Obergemach zeigen, das, mit Polstern versehen, bereitsteht. Dort bereitet es für uns!« Über die Lage dieses Hauses sprechen die Evangelien nicht zu uns. Dies kann aber auch dafür sprechen, dass dieses Haus in der Zeit der Evangelisten allen bekannt war. Ebenso muss Jesus dem Besitzer des Saales bekannt gewesen sein, dahin weist die Selbstverständlichkeit der Anfrage. Wir erfahren also nur die Tatsache, dass der Abendmahlsaal ein Raum im Obergeschoss war, was auf eine begüterte Familie als Besitzer hinweist.

Auch nach Jesu Tod kann es nur dieses Obergemach gewesen sein, wo sich die Jünger „am Abend des ersten Tages der Woche“ versammelten und wo Thomas seine Finger in die Seite des Herrn legen durfte. Der Evangelist Lukas lokalisiert wie selbstverständlich in seiner Apostelgeschichte das feste Zuhause der Apostel nach der Himmelfahrt des Herrn im Obergemach (Apg 1:12-14). So wird dieses Obergemach zum Ort des Letzten Abendmahls sowie zum Versammlungsort der Christen in Jerusalem, die erste Urkirche. Letztlich geschah hier auch das Pfingstereignis, als sich der Hl. Geist mit Feuerzungen auf die Versammelten niederließ. Weiterlesen

Spurensuche: Abraham in Hebron

Hebron liegt auf 900 Höhenmetern in einem Tal des judäischen Berglands und ist Handels- und Verkehrszentrum der Region. Militante national-religiöse Siedler lassen Hebron zu einem politischen Brennpunkt werden. Die arabischen Bewohner mussten wegen dieser Siedler 1000 Wohnungen und 1800 Geschäfte in der Innenstadt verlassen. Straßensperren, Zäune, Mauern und Wachttürme prägen das Stadtbild.

Auf dem Tell Rumejda, nordwestlich des Zentrums, liegen die ältesten Siedlungsspuren von Hebron, die man in die frühe Bronzezeit, ca. 3300 bis 2300 v. Chr. datieren kann. Einst thronte hier eine Stadt auf Kalksteinfelsen, die eine sechs Meter breite Mauer umgab. Doch sie wurde aufgegeben und in der Eisenzeit, ca. 1200 bis 1000 v. Chr., kam es zu einer ersten Blütezeit der Stadt, die sich auf 3 Hektar erweiterte. Archäologische Funde identifizieren sie als das „alte Hebron“. Dort findet man auch einen Brunnen, der das lebensnotwendige Wasser für die Stadt bereitstellte und als „Abrahamsbrunnen“ bezeichnet wird. Weiterlesen

Christusorte – Betlehem

Betlehem - Geburtsgrotte

Betlehem – Geburtsgrotte

Gerade zur advent- und weihnachtlichen Festzeit rückt Betlehem regelmäßig in das Blickfeld auch gottferner Menschen. Die Krippe des Herrn stand in Betlehem. Aber ist Betlehem überhaupt der Geburtsort Jesu? Diese Frage stellen sich besonders liberale Theologen und Bibelwissenschaftler. Sie betrachten die biblische Erzählung im Matthäus- und Lukasevangelium über Geburt und Kindheit Jesu als „theologische“ und keineswegs als „historische“ Aussage. Jesus war nach ihrer Meinung ein Nazarener, also in Nazareth geboren. Was spricht für und was gegen diese Aussage?

Zuvor muss bedacht werden, dass es sich hier nicht um eine Glaubenswahrheit, sondern um eine historische Frage handelt. Das Glaubensbekenntnis stellt nur fest: „Geboren aus der Jungfrau Maria“. Historische Fragen lassen sich mit Gründen und Gegengründen abwägen, oftmals kommt man dennoch zu keinem endgültigen, absoluten Ergebnis. Diese verbleibenden Fragezeichen verunsichern den frommen Pilger im Hl. Land jedoch nicht. Weiterlesen