Basics: Die 5 Elemente des Reich Gottes auf Erden

Das Reich Gottes ist durch und in Christus mitten unter uns, wir bewegen uns, pilgern bereits in ihm, und daran wird es erkennbar:

  1. Wir wandeln in Liebe
  2. Wir sinnen über Gottes Wort nach, wir lesen es
  3. Wir wandeln im Glauben an Jesus Christus
  4. Wir geben Almosen (der Zehnt der Bibel, den Gott dazu verwendet, dass Menschen zu ihm geführt werden)
  5. Wir preisen Gott, wir loben und danken ihn, wir opfern uns ihm auf

Jedes einzelne Element ist unverzichtbar und eigenständig.

 

der emmauspilger

S.D.G.

Die Früchte des Hl. Messopfers

Der katholische Schriftsteller und Kapuzinerpater Martin von Cochem (1634-1712) fasste unter anderem in seinem Werk „Erklärung des Heiligen Meßopfers: ein Unterrichts- und Betrachtungsbuch für die Gläubigen der Kirche Gottes“ zahlreiche Gnaden und Wohltaten Gottes zusammen, die unsichtbar für den Menschen bei einer Heiligen Messe geschehen. Hier ein kleiner Auszug davon:

Der himmlische Vater hat seinen Sohn in die Welt gesandt, damit er ihm die Ehre gebe, die Adam und alle Sünder ihm verweigert hatten. Auch deines Heiles wegen sandte er seinen Sohn in die Welt und lässt ihn noch täglich auf den Altären gegenwärtig werden.

Zu deinem Heile verwandelt der Heilige Geist Brot und Wein in den wahren Leib und in das wahre Blut Jesu Christi. Weiterlesen

Geistige Konfliktlösung für Dummies

Man kennt die Bücher zur Selbstoptimierung im weltlichen Bereich, die möglichst einfach einen komplexen Sachverhalt erklären wollen, ohne beim Leser ein großes Vorwissen vorauszusetzen. Hier ein christlicher Versuch diese Methode auch im geistigen Bereich anzuwenden. So könnte es also klappen mit dem Konfliktpartner:

  1. Man ruft den Hl. Geist um Beistand an
  2. Man beginnt mit einer Bestandsaufnahme und zwar bei sich selbst
    • Man entdeckt seine Talente, seine Fehler und akzeptiert sie. Erkennt man seine eigenen Grenzen, erkennt man auch seine Unvollkommenheit
    • Wir alle sind Sünder, leiden unter den sieben Wurzelsünden, die unsere Haltung und damit unsere Worte und Handlungen bestimmen. Diese Sünden sind: Überheblichkeit und Stolz; Habgier und Geiz; Wollust und Unkeuschheit; Missgunst, Neid und Eifersucht; Unmäßigkeit und Völlerei; Zorn und Hass; Trägheit und Unlust
    • Man erforscht die Ängste, Überreaktionen, die aus Verwundungen der Vergangenheit stammen.

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„Sagt Dank bei allem“. Aber warum und wie?

Ich lese in der Hl. Schrift bei Paulus (1Thess 5:18): „Sagt Dank bei allem! Denn das ist Gottes Wille in Christus Jesus für euch.“ Nun gibt es Unglücke, Situationen, Menschen, bei denen sich alles in mir sträubt Gott dafür zu danken. Anderseits spricht Gott in der Hl. Schrift klar davon, dass Dankbarkeit für alles sogar Gottes Wille für mich ist. Und wenn ich das Vaterunser bete: „Dein Wille geschehe“, dann würde ich lügen, wenn ich undankbar bin. Warum und wie soll also diese Dankbarkeit in allem funktionieren? Hier ein paar Gedanken dazu: Weiterlesen

Als Christ das Leben genießen oder nicht?

Ich lese in der Hl. Schrift: „Liebt nicht die Welt und nicht, was in der Welt ist! Liebt eines die Welt, ist die Liebe des Vaters nicht in ihm“ (1Joh 2:15). Oder in Jak 4:4: „Ihr ehebrecherisch Gesinnten, wißt ihr nicht, daß die Liebe zur Welt Feindin Gottes ist? Wer also ein Freund der Welt sein will, macht sich zum Feinde Gottes.“ Da stellt sich mir die Frage: Ist es denn Sünde, das Leben zu genießen? Ist es falsch das Leben zu genießen? Muss ich mich erst von der Welt absondern, um heilig zu werden? Viele Christen leben so und betrachten jene Christen, die sich mehr dem Leben, der Welt öffnen bestenfalls als laue Christen, denn sie halten „Freundschaft mit der Welt“.

Dagegen sprechen jedoch andere Aussagen der Hl. Schrift, so etwa in 1Tim 4:4: „Denn alles, was Gott geschaffen, ist gut, und nichts ist verwerflich, wenn es unter Danksagung genommen wird;“. Gerade Paulus spricht zu Timotheus, dass Enthaltung an sich keine Tugend ist: „Trinke nicht längerhin Wasser, sondern nimm etwas Wein wegen deines Magens und deiner häufigen Erkrankungen!“ (1Tim 5:23). Paulus mahnt sogar in 1Tim 6:17 an, dass ein Christ reichlich mit und durch Gott die Welt genießen kann: „Den Reichen in dieser Welt schärfe ein, nicht hochmütig zu sein und ihre Hoffnung nicht auf den trügerischen Reichtum zu setzen, sondern auf Gott, der uns alles reichlich gewährt zum Genug“. Was nun? Darf ich jetzt als Christ mein Leben genießen oder nicht? Weiterlesen

Wenn Agnostiker beten und glauben wollen

Ich las in einer Zeitung den Artikel eines Agnostikers, der plötzlich das innere Bedürfnis verspürte, beten zu müssen. Doch wie und zu wem, war seine Frage. Die Sehnsucht zu dieser Hinwendung an jemanden oder etwas, das über ihn hinaus weist, war so präsent, dass es ihn durch die Straßen der Stadt trieb auf der Suche nach einem Ort und einer Form zur Befriedigung seines Bedürfnisses. Erst jetzt fiel ihm auf, dass es überall Religion in dieser Stadt gab, Kreuze über Hauseingänge, Kirchen, Moscheen. Es gab also Menschen, die einen Weg kennen diese Sehnsucht zu befriedigen. Der Agnostiker kannte und wusste, was Leid, was Liebe ist, aber was ist und wie geht Gebet und Glaube? Weiterlesen

Was zieht Gottes Segen an?

Lernen wir von Rut.

Rut war eine moabitische Frau, also eine Heidin. Sie war die Witwe eines aus Israel vor einer Hungersnot fliehenden Ephratiten. Als arme Witwe und Flüchtling aus dem Land der Heiden kam sie nach Israel. Sie war dort eine Fremde, aber nicht für Gott, so wie auch heutige Flüchtlinge von Gott erkannt sind. Durch ihr Verhalten zog Rut Gottes Segen an, so dass sie bald Frau eines angesehenen und reichen Israeliten wurde und Urahnin von David und Jesus Christus. Fünf Eigenschaften zeichneten Rut aus.  Weiterlesen

Fasten auch mit den Sinnen

Die Fastenzeit war noch nie bloß eine Wellness-Kur, auch wenn sie heute oft so verstanden wird. Sie bezieht sich meist nur auf den Leib und soll durch Verzicht das Idealgewicht oder ein undefiniertes „Wohlbefinden“ wiederherstellen. Das christliche Fastenverständnis bezieht jedoch ebenso Geist und Seele in eine Reinigung mit ein. Es ist eine Vorbereitung auf das größte Fest im Kirchenjahr, die Raum schaffen soll für eine Begegnung mit Gott. Gott ist die Reinheit und sehnt sich nach Gleichem in den Gedanken, Taten und Worten von Menschen. Dieser kann in einem inneren Bedürfnis zur Reinheit überlegter und feinfühliger handeln und bewusster an eine Sache herangehen. Hier einige Gedanken dazu.

Gerade in der ersten Fastenwoche braucht man nicht ein „finsteres“ Gesicht machen (vgl. Mt 6:16ff.). Auch eine äußerliche Vernachlässigung ist unangebracht. Das Fasten ist keine Schaubühne für die Frommen, sondern ihr Übungspfad. In dieser Woche kann man andere und sich selbst bewusster wahrnehmen. Alltägliche Gewohnheiten können durchbrochen werden, Bequemlichkeiten abgelegt. Vielleicht wird dies durch einen Nahrungsverzicht geschehen, durch Einschränkung von ständiger Musikberieselung. Ertrage ich mich dann noch selbst? Kann ich mit mir alleine, meinen Gedanken noch umgehen? Auch eine bewusst schlichte und praktische Kleidung kann angebracht sein und ein interessierter Blick hinter die Fassade einer Kollegin oder eines Kollegen. Weiterlesen