Die mutlosen Christen

 „Weil sie nicht die Kraft (und nicht die Gnade) haben, der Natur anzugehören, glauben sie, daß sie der Gnade angehören. Weil sie keinen zeitlichen Mut haben, glauben sie, daß sie schon begonnen hätten, das Ewige zu durchdringen. Weil sie nicht den Mut haben, von der Welt zu sein, glauben sie, daß sie Gottes seien. Weil sie nicht den Mut haben, einer der Parteien des Menschen anzugehören, glauben sie, daß sie von der Partei Gottes seien. Weil sie nicht des Menschen sind, glauben sie, Gottes zu sein. Weil sie niemand lieben, glauben sie, Gott zu lieben.“

„Der Mensch benötigt drei Bekehrungen: erstens eine Bekehrung von der Welt zu Jesus Christus, zweitens eine Bekehrung zur Kirche, drittens eine Bekehrung zurück zur Welt“.

 

Erstes Zitat: aus „nota conjuncta“ von Charles Péguy, katholischer französischer Schriftsteller.

Zweites Zitat: Nikolaus von Zinzendorf, evangelischer Theologe sowie Gründer und Bischof der Herrnhuter Brüdergemeinde.

 

S.D.G.

 

… dass dem Schöpfer nicht sein Geschöpf fehle

Es liegt an uns, dass dem Schöpfer nicht sein Geschöpf fehle, dass dem Ganzen nicht ein Teil fehle, dass dem Ewigen nicht das Vergängliche fehle, wenn er all seine Schafe zählt, es kann seiner Liebe fehlen, es kann seine Hoffnung Lügen strafen.

Charles Péguy, kath. frz. Schriftsteller

 

Im jüdischen Talmud werden die Gedanken des Menschen als erstes und wichtigstes Mittel betrachtet, um zu verhindern, dass dem Schöpfer nicht sein Geschöpf fehle:

Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden zu Worten.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden zu Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden zu Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.

Der Talmud