Geben wir Jesus eine Heimat?

Geben wir Jesus eine Heimat?

Und weiter sprach er: »Wahrlich, ich sage euch; Kein Prophet ist willkommen in seiner Vaterstadt. Wahrhaftig, ich sage euch: Viele Witwen gab es in den Tagen des Elias in Israel, als der Himmel verschlossen war für drei Jahre und sechs Monate, und eine große Hungersnot kam über das ganze Land; doch zu keiner von ihnen wurde Elias gesandt, sondern zu einer Witwe nach Sarepta im Gebiet von Sidon. Und viele Aussätzige gab es in Israel zur Zeit des Propheten Elisäus; doch keiner von ihnen wurde gereinigt, sondern Naaman, der Syrer«. (Lk 4:24-27)

Fragen uns wir Christen doch mal: Wird Jesus in seiner Heimat, in unserem Herzen, anerkannt?
Sind heutige Witwen, also Arme und Rechtlose, in unserer Mitte denn gut aufgehoben? Damals wurde der Prophet Elias zu einer Heidin, heute könnten manche sagen: zu einem Atheisten, ZJ, Moslem oder etwa Buddhisten gesandt, weil er in seinem Volk keinen Gehorsam gefunden hätte. Weiterlesen

Alfred Delp: Maria hilft

Der christliche Glaube war einst Wurzel der Größe Europas. Im materialistischen Atheismus bzw. im atheistischen Materialismus versinkt es zu einer „Stadt ohne Gott“. Ein modernes und revolutionäres Heidentum will den Sieg erringen und bald wird diese Scheinwelt mit lautem Getöse zusammenbrechen. Es ist ein Kampf geistiger Mächte, eine Auseinandersetzung überirdischer Gewalten, ein Kampf zwischen Himmel und Hölle (Eph 6:12). Die Bosheit hat die Übermacht errungen, weil jahrhundertelang die göttliche Weltordnung zersetzt wurde. Die Menschen stehen nun ratlos in einer Welt, die aus den Fugen geraten ist. Weiterlesen

Basics: Gedanken zur Evolution

Naturwissenschaft (auch die Philosophie) neigt systembedingt dazu, sich an einzelnen Aspekten zu heften und verliert dabei allzu gerne die Struktur aus dem Blick, in dem sich der Aspekt ereignet.
Gerade die Evolution verlangt geradezu, die Phänomenologie des Lebens zu erkunden.

Denken wir nur als Denkanstoß doch einmal das Ungehörige und vieles erhellt sich daraus: Der Mensch ist die zum Bewusstsein erlangte Evolution.
Die Evolution, ein Tasten hin zu den Möglichkeiten, in Fibern und Fächern vermehrend, eine Flut, die einen See füllt, hier und dort das Ufer bedeckt, in diese und jene Mulde eindringt und den See erweitert. Aber nur an einer Stelle findet sich jener Ablauf, der die Vielzahl an Möglichkeiten in ein neues Flussbett lenkt. Nur dort können weitere Möglichkeiten erschlossen werden, während andernorts sich zwar Möglichkeiten kombinieren, spezialisieren, selektieren, aber manchmal erstarren und dann verdorren. Weiterlesen

Plädoyer für eine erneuerte Christologie

Nach dem 2. Vatikanischen Konzil gewann das Programm des „aggiornamento“, des Heutigwerdens, an Bedeutung. Dabei geht es vor allen darum das Evangelium und damit Jesus Christus als relevant in jede Zeit zu übertragen. Doch die Gefahr für die Kirche ist inzwischen offensichtlich: vor lauter Offenheit gegenüber dem Zeitgeist droht sie ihre Eindeutigkeit zu verlieren und dort, wo sie eindeutig und klar redet, kommt sie in Gefahr an den Menschen und ihren Problemen vorbei zu agieren. Wenn sich die Kirche um Identität bemüht, droht sie ihre Relevanz zu verlieren, wenn sie sich um Relevanz bemüht, droht sie ihrer Identität verlustig zu werden. Weiterlesen

Von der Naturpflicht des Menschen

Es gibt ein Naturrecht, welches das Gewissen zu erfüllen hat. Der hl. Paulus beschreibt es in seinem Brief an die Römer (2:14-15): „Wenn nämlich die Heiden, die ein Gesetz nicht haben, von Natur aus tun, was des Gesetzes ist, so sind sie, obgleich sie ein Gesetz nicht haben, sich selber Gesetz; sie lassen erkennen, dass des Gesetzes Werk eingeschrieben ist in ihre Herzen, wovon ihr Gewissen Zeugnis gibt und die Gedanken, die sich gegenseitig anklagen oder verteidigen“. Es ist sogar eher eine Naturpflicht, die der Mensch durch das Gewissen beleuchtet erhält. Es ist Platons Licht in der Welt, vor dem sich niemand unberührt lassen kann, wohl aber vorüber gehen. Dennoch wird selbst der böseste Mensch für sich Gerechtigkeit fordern, die er aus dem Gewissen anderer zu erhalten verlangt. Der Mensch kann sich nicht selbst aus einem System entlassen, was seiner Natur, seinem Wesen entspricht. Die Freiheit des Menschen bietet hier an zu „sollen müssen dürfen“, denn erst im Licht scheidet sich die Finsternis, wobei nun eine Entscheidung erforderlich wird.
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