Mystik und Asketentum des hl. Franz von Assisi

Mystik und Asketentum des hl. Franz von Assisi

Entsprechend der Zeit, in der er lebte, war Franz ein romantischer Troubadour. Er war der Troubadour Gottes und will man ihm abstrakte Leidenschaften unterstellen, so waren es dennoch leidenschaftliche Leidenschaften. Es gibt Menschen, die sogar Allegorien und Abstraktionen gegenüber wie Liebende empfinden. So sprach Franziskus die Sprache des Troubadours, wenn er sagt, er habe eine wundervolle und höchst gnadenreiche Dame, die Armut sei.

Es ist nicht wahrheitsgetreu, nennt man Franziskus einfach einen romantischen Vorläufer der Renaissance oder eines Wiederauflebens natürlicher Freuden. Für ihn lag das Geheimnis der Zurückgewinnung natürlicher Freuden darin, sie im Lichte der übernatürlichen Freude zu sehen. Diese Freude schenkt eine Offenheit, die Mitmenschen niemals verachten lässt, weder ihre Meinung noch ihre Bewunderung. Weiterlesen

Wenn Agnostiker beten und glauben wollen

Ich las in einer Zeitung den Artikel eines Agnostikers, der plötzlich das innere Bedürfnis verspürte, beten zu müssen. Doch wie und zu wem, war seine Frage. Die Sehnsucht zu dieser Hinwendung an jemanden oder etwas, das über ihn hinaus weist, war so präsent, dass es ihn durch die Straßen der Stadt trieb auf der Suche nach einem Ort und einer Form zur Befriedigung seines Bedürfnisses. Erst jetzt fiel ihm auf, dass es überall Religion in dieser Stadt gab, Kreuze über Hauseingänge, Kirchen, Moscheen. Es gab also Menschen, die einen Weg kennen diese Sehnsucht zu befriedigen. Der Agnostiker kannte und wusste, was Leid, was Liebe ist, aber was ist und wie geht Gebet und Glaube? Weiterlesen