Was meinen wir denn heute?

Was meinen wir denn heute?

Es gibt Nachrichten, da weiß man sofort, wie sich das linke oder rechte politische Spektrum positioniert. Lesen sie: Werbung für Kindestötung im Mutterleib ja, Soldaten, die über ihren Job in Schulen berichten, nein, denn für das Töten macht man keine Werbung. Von welchem Spektrum kommt das, erkannt? Richtig, das ist die linke SPD aus Berlin, welche die Linken links überholen. Und das: Wir sind gegen den Gesetzesentwurf, egal welcher, denn alles Zwangsstaat, wir lassen uns unsere Angst dadurch nicht nehmen? Erkannt? Wieder richtig, bestimmt die AfD oder noch rechter. Das zeigt uns, dass die deutsche Demokratie lebt, die Positionen der Parteien fest gegründet sind und die politische Positionierung der Wähler dadurch sehr vereinfacht wird. Immer, wenn wieder eine Sau durch das Dorf …, pardon, ein neues Thema in den Medien auftaucht, braucht man nur auf seine bevorzugte Filterblase starren und schon hat man eine Meinung zu dem Thema parat. Wie einfach, denn das erspart eine umständliche und zeitaufwändige Meinungsbildung durch ausgewogene Informationen. Im schlimmsten Fall müsste man dann auch noch regelmäßig seine politische Ausrichtung ändern, nein, dazu hat man einfach keine Zeit mehr. Die Wahrheit ist viel zu anstrengend.

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Die sexuelle Revolution der „68er“ und ihre Folgen

Es ist der 31. Mai 2018. In der University of Notre Dame in Washington findet eine Konferenz von Wissenschaftlern statt, welche die Folgen der sexuellen Revolution seit der Studentenrevolte des Jahres 1968 beleuchtete. Auslöser dafür waren auch die im erschreckenden Maß zunehmende sexuelle Gewalt gegenüber Frauen und die Vermarktung ihres Körpers. Die Forscher betrachteten die Konsequenzen dieser sexuellen Revolution anhand von soziologischen, psychologischen, medizinischen und anderen Nachweisen. Das Material erlangte hinsichtlich der sogenannten „#MeToo-Debatte“ große Bedeutung. Dabei wurde von acht Wissenschaftlern über Empfängnisverhütung, Unfruchtbarkeit, Geschlechtskrankheiten, Pornografie, Leihmutterschaft und Menschenhandel referiert. Hier nur einige der Forschungsergebnisse: Weiterlesen

Als Christ das Leben genießen oder nicht?

Ich lese in der Hl. Schrift: „Liebt nicht die Welt und nicht, was in der Welt ist! Liebt eines die Welt, ist die Liebe des Vaters nicht in ihm“ (1Joh 2:15). Oder in Jak 4:4: „Ihr ehebrecherisch Gesinnten, wißt ihr nicht, daß die Liebe zur Welt Feindin Gottes ist? Wer also ein Freund der Welt sein will, macht sich zum Feinde Gottes.“ Da stellt sich mir die Frage: Ist es denn Sünde, das Leben zu genießen? Ist es falsch das Leben zu genießen? Muss ich mich erst von der Welt absondern, um heilig zu werden? Viele Christen leben so und betrachten jene Christen, die sich mehr dem Leben, der Welt öffnen bestenfalls als laue Christen, denn sie halten „Freundschaft mit der Welt“.

Dagegen sprechen jedoch andere Aussagen der Hl. Schrift, so etwa in 1Tim 4:4: „Denn alles, was Gott geschaffen, ist gut, und nichts ist verwerflich, wenn es unter Danksagung genommen wird;“. Gerade Paulus spricht zu Timotheus, dass Enthaltung an sich keine Tugend ist: „Trinke nicht längerhin Wasser, sondern nimm etwas Wein wegen deines Magens und deiner häufigen Erkrankungen!“ (1Tim 5:23). Paulus mahnt sogar in 1Tim 6:17 an, dass ein Christ reichlich mit und durch Gott die Welt genießen kann: „Den Reichen in dieser Welt schärfe ein, nicht hochmütig zu sein und ihre Hoffnung nicht auf den trügerischen Reichtum zu setzen, sondern auf Gott, der uns alles reichlich gewährt zum Genug“. Was nun? Darf ich jetzt als Christ mein Leben genießen oder nicht? Weiterlesen

Ein päpstlicher Trost für Frauen nach einer Abtreibung

„Einen besonderen Gedanken möchte ich euch, den Frauen, vorbehalten, die sich für eine Abtreibung entschieden haben. Die Kirche weiß, wie viele Bedingtheiten auf eure Entscheidung Einfluss genommen haben können, und sie bezweifelt nicht, dass es sich in vielen Fällen um eine leidvolle, vielleicht dramatische Entscheidung gehandelt hat. Die Wunde in eurem Herzen ist wahrscheinlich noch nicht vernarbt. Was geschehen ist, war und bleibt in der Tat zutiefst unrecht. Lasst euch jedoch nicht von Mutlosigkeit ergreifen, und gebt die Hoffnung nicht auf. Sucht vielmehr das Geschehene zu verstehen und interpretiert es in seiner Wahrheit.

Falls ihr es noch nicht getan habt, öffnet euch voll Demut und Vertrauen der Reue: der Vater allen Erbarmens wartet auf euch, um euch im Sakrament der Versöhnung seine Vergebung und seinen Frieden anzubieten. Euer Kind aber könnt ihr diesem Vater und seiner Barmherzigkeit mit Hoffnung anvertrauen. Mit Hilfe des Rates und der Nähe befreundeter und zuständiger Menschen werdet ihr mit eurem erlittenen Zeugnis unter den beredtesten Verfechterinnen des Rechtes aller auf Leben sein können. Durch euren Einsatz für das Leben, der eventuell von der Geburt neuer Geschöpfe gekrönt und mit der Aufnahme und Aufmerksamkeit gegenüber dem ausgeübt wird, der der Nähe am meisten bedarf, werdet ihr eine neue Betrachtungsweise des menschlichen Lebens schaffen.“

Quelle: Johannes Paul II.: Enzyklika „Evangelium vitae“ (Evangelium des Lebens), Kap. 99; (Rom, 25. März 1995)

Sinn durch Leid

Für den Menschen wird Leid erst zum Leid, wenn es seinen Sinn verliert. Wenn es da nichts mehr von menschlicher Seite zu tun gibt, um es zu verhindern. Würde der Mensch sein Leid selbst aufheben können, dann wäre es kein Leid, sondern Selbstmitleid. Nur Gott kann das Leid des Menschen auffangen, indem er ihm Sinn verleiht.

Wer das Leid überhaupt vermeiden will, erfährt dadurch etwa nicht mehr Glück und Freude. Am Leid zu wachsen verhindert, dass man am Leid zerbricht. Wer sich im Angesicht des Leids schnell überfordert fühlt, nimmt auch schnell seinem Leben den Sinn. Das Leid muss gewöhnlich, gewohnt werden, damit es ertragbar wird. Ohne Täler gäbe es keine Berge. Glück wahrzunehmen gelingt erst, wenn man sich auch dem Unglück stellen kann. Weiterlesen