Holen wir uns in den 2020er Jahren wieder die sozialen Netzwerke zurück!

Hetze, Hass und Spaltung wurde in den 2010er Jahren zum Geschäftsmodell vieler sozialer Netzwerke. Die Unmenge an angebotener Information unterliegt einer Inflation, einer Entwertung, die Infos praktisch nutzlos machte. Gerade in der Zeit der Pandemie entwickelte sich manches soziale Netzwerk zu einer destruktiven Plattform, in dem Realität verweigert und anstatt Information nur Bestätigung gesucht wird. Nehmen wir die Chance wahr, uns das soziale Netzwerk in den 2020er Jahren wieder zurückzuholen. Überlassen wir es nicht Frustration, Aggression, Lüge und der Belanglosigkeit, damit es unser Menschsein, unsere Sehnsucht nach Gemeinschaft missbraucht.

Fangen wir bei uns an:

  1. „Enttriggern“ wir uns

Trigger (Auslöser) verleiten uns zu Wut und Angst. Sie nehmen unser Bestes und kehren unser Schlimmstes hervor. Man lässt sich durch sie reizen, gibt sich seinen Emotionen hin und droht in Hysterie zu verfallen, weil die Reaktion in keinem Verhältnis zum Anlass mehr steht. Erkennen wir unsere Trigger, wann und wie er wirkt, erkennen wir unsere Unsicherheit über Thema X. Dann können wir unsere Beschuldigungen anderer beenden, wie ein Troll zu reagieren und beginnen mit Liebe und Weisheit zu handeln. Man wird ausgeglichen und gelassen.

  1. Achten wir auf unser Gewissen und die Vernunft

Wer sich nicht triggern lässt, erhält die Fähigkeit sich in den anderen hineinzuversetzen und auch die gute Stimme in sich klarer zu vernehmen. So können die Emotionen, Gedanken, Intuition harmonisch werden und die Vernunft sich durchsetzen. Man spricht und handelt dadurch weise. Man erhält Geduld und die Fähigkeit eine Pause des Nachdenkens zu setzen, bis wir jemanden antworten, damit das Gute in uns eine Chance erhält, sich auszudrücken. Als Christ spricht dann der Hl. Geist aus uns.

  1. Lieben wir durch die Stärke der Liebe

Nur freundlich zu sein, ohne die Stärke der Liebe, macht uns zu Zuschauern bei Hass und Hetze. Nur stark zu sein, ohne die Liebe, macht uns zu grausamen Menschen. Beides, Stärke und Liebe, gehören zusammen: Was böse ist, muss in Liebe benannt werden, damit das Gute ausgesprochen und beschützt bleibt.

  1. Sprechen wir nur mehr in Wahrheit

Allzu oft folgen wir Gerüchten und falschen Informationen aus dem Netz, weil sie unseren Trigger bedienen. Verleumdungen und Desinformation haben es auf unsere Emotionen abgesehen, damit wir nur mehr instinktiv wie Tiere reagieren und nicht mehr wie von Gott vernunftbegabte Menschen. Sie bringen das Schlimmste im Menschen und der Gesellschaft hervor. Doch jeder Mensch besitzt das Gute, mag es noch so klein und verborgen sein, weil er von Gott geliebt ist und als sein Ebenbild geschaffen. Das Böse geschieht meist durch falsche Überzeugungen und indem wir unsere Begrenztheit erkennen, können wir sie auch beim anderen akzeptieren, damit wir Menschen bleiben.

Lasst uns zu besseren Menschen werden! Dann werden soziale Netzwerke auch zu Möglichkeiten das Gute und Bessere zu verbinden, zu verstärken, damit es sich durchsetzt und alle Menschen daran teilhaben können. Als Christ macht Christus in uns, dass wir zu dem Menschen werden, zu dem er uns in Liebe geschaffen. Aber auch jene, die nicht an den Herrn glauben, erfahren immer dann seine Kraft, wenn sie lieben, denn dann offenbart Gott sich selbst in ihnen und handelt.

S.D.G.

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