Fastenzeit – Wüstenzeit

40 – Die Zahl der Vorbereitung in der Hl. Schrift.
Auch eine Zeit des Weges mit Gott. Das Volk Israel mit der Stiftshütte in der Wüste, Jesus im Gebet mit seinem Vater bis zur Versuchung. In diesen geistig kargen Zeiten ist also Gott trotzdem immer gegenwärtig beim Menschen – nur der Mensch ist woanders.
Wüstenzeit kann eine Zeit der geistigen Askese sein, eine Reinigung. Sie lässt uns aber auch unseren Leib wieder spüren – inwieweit der Geist über ihn oder der Leib über dem Geist Herr ist.

Kommt ein Mensch zum Glauben, dann wird er im Herrn wiedergeboren. Doch wie bei einer Geburt ist dieser Jesus in uns, in einem Bild gesprochen, gerade mal ein Baby. Man muss ihn nähren. Die beste Nahrung für ein Baby erhält es von jener, aus der es gekommen – der Mutter, mit der Muttermilch.
Ein wiedergeborener Mensch nährt sich ebenfalls von jenem, von dem er gekommen – von Gott. In seiner Offenbarung und dem Wort. „Wie neugeborene Kinder verlangt nach der euch zusagenden, lauteren Milch, damit ihr durch sie heranwachst zum Heil,“ (1Petr 2:2)

Dieses Wachstum hat auch damit zu tun, inwieweit der Mensch sich verwandeln lässt, den alten Menschen hinter sich lässt. Paulus sagt dies hier: „Denn die ihr der Zeit nach Lehrer sein solltet, habt wieder nötig, daß man euch die Anfangsgründe der Worte Gottes lehrt, und ihr wurdet zu solchen, die Milch brauchen und nicht feste Speise. Ist doch ein jeder, der noch Milch bekommt, unerfahren zu rechter Rede; er ist ja ein Kind. Erwachsenen aber steht feste Nahrung zu, da sie durch steten Gebrauch geübte Sinne haben zur Unterscheidung zwischen Gut und Schlecht.“ (Hebr 5:12-14)

Doch das Wort Gottes in der Bibel ist nur ein Teil der geistigen Milch. Der andere ist Gottes Offenbarung – Jesus Christus selbst. Allein mit Bibellesen wächst man nicht. Man muss mit dem Herrn in einem reden – und zuhören. Reden im Gebet, zuhören in der Stille, und mit Jesus Gemeinschaft haben, ihn an seinem Leben teilhaben lassen. Damit macht man dem Herrn die größte Freude.

Mit dieser Einstellung verbleibt auch in der Wüstenzeit Hoffnung, sei es in der Fastenzeit oder in Krisen, wie etwa einer Pandemie. Jesus ist auch in ihr immer da, auch wenn man nichts spürt, hört oder erhält. Man ist trotzdem mit ihm unterwegs, ER will uns nur gerade etwas lehren. Vielleicht Geduld, Gehorsam, das Zuhören oder Stärkung der Sehnsucht nach ihm als Vorbereitung für Leid und Versuchung. Vielleicht auch seine Prioritäten zu hinterfragen, seine Verletzlichkeit zu spüren, oder zu erkennen, wie etwa die Umwelt darunter leidet, wenn der Mensch egoistisch sie verbraucht und gebraucht, anstatt sie wert zu schätzen.
Alles wird gut.

 

S.D.G.

Hier kannst du kommentieren

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.