Erlöstsein als christlicher Wert

Hier ins Diesseits sandte Gott zuvorderst nicht ein Buch, sondern seinen Sohn Jesus Christus, damit er die Welt erlöst. Das Letzte, von dem uns Gott löst, ist unser Atem, äußeres Zeichen unseres Lebens. Unsere Atemzüge sind bereits gezählt, mit jedem weiteren gehen wir dem Aufatmen bei Gott entgegen. Hier atmen unsere Lungen Luft, damit wir leben, in der Ewigkeit Liebe, damit wir ewig leben.

Christsein ist immer eine Frage des Erlöstsein. Nur was man bereit ist anzunehmen, von dem wird Jesus erlösen, befreien. Gott selbst nimmt in seinem Sohn für uns die Sünde an und wird im Menschen Jesus zum Sünder. Dies beantwortet auch die Frage, was ein „christlicher Wert“ ist. Er ist Erlöstsein und schöpft aus dieser Erlösung. Die Pharisäer luden Anderen Bürden auf und errichteten Hürden hin zu Gott, nur um Menschen gewaltsam in ihre Unerlöstheit miteinzubeziehen. Unerlöstheit kann nur in Schubladen denken, weil sie innerhalb der Grenze eigener Möglichkeiten verbleiben muss, in der die größeren Möglichkeiten Gottes nur stören und verunsichern. Ein unerlöster Christ wandelt so Lauterkeit in Lautheit, Gerechtigkeit in Gericht und Gemeinschaft in Gemeinheit.

Katholisch universal bedeutet Gottes größere Möglichkeiten anzunehmen und dankbar zu sein Erlösung im Herrn zu erfahren. Ein christlicher Wert ist deshalb auch Gott vertrauen zu können, dass er sich der Ängste um die Zukunft und der Sorgen der Vergangenheit annimmt und der Christ im Jetzt angst- und sorglos in Frieden Gottes Liebe an den Nächsten weiterschenken kann. Denn Gott kümmert sich liebevoll um seine Kinder und schenkt jedem das, was er gerade braucht.

Gottes Barmherzigkeit wird immer größer, weiter sein als die Enge menschlicher Liebe, die zum Handelsgut verdorben wird. Deshalb erkennt man die Unerlösten daran, dass sie mit Liebe handeln, sie verdienen wollen oder ihre Liebe verdient werden muss. Die Hl. Schrift ist für sie ein Rechenbuch, in dem Gott den Preis seiner Liebe angibt und sie den Preis ihrer Liebe für andere finden wollen. Liebe wird auf einer Haben- und Soll-Seite aufgerechnet.

Der Wert des Christen ist Erlöstsein, das er weder verdient hat noch fordern kann. Es ist ein Geschenk, Gnade Gottes. Diese Erlösung löst Egoismus in Liebe auf, schenkt ihr die größere Breite, Länge, Höhe und Tiefe im Reich Gottes, die Christi Liebe ist (Eph 3:18). Die Kraft dieser Erlösung ist Gottvater, der Überbringer Gottes Sohn und der Beweger hin zu ihr ist der Hl. Geist.

S.D.G.

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