Ideologieprojekt: staatliche Erziehungsanstalten?

Betrachtet man Ideologien aus historischer und philosophischer Sicht, geht es immer darum den Kampf um die Kindererziehung zu gewinnen. Staat, Gesellschaft, Zukunft findet nur mit und durch Kinder statt. Mittel, um Kinder in ideologisch geprägte, meist staatliche Ausbildungsstätten unterzubringen, waren früher einen politischen oder juristischen Druck auszuüben. Heute wird eine Freiwilligkeit für die Eltern manipuliert, ihre Kinder selbst, alternativlos, dorthin zu schicken. „Zum Wohl der Kinder“, als ob liebende Eltern nicht genauso gut erziehen könnten, als unterbezahlte Kinderbetreuer. „Zur Selbstverwirklichung der Elternteile“, als ob Kinder daran hindern würden. „Aus finanziellen Gründen“, denn hat man ein Wirtschaftssystem erst einmal so gestaltet, dass beide Elternteile arbeiten müssen, um mit ihren Kindern leben zu können, ist es eine „Wohltat“, wenn man sie (bald?) kostenlos in staatliche KiTas und Ganztagesschulen senden darf.

Welche Ideologie zeichnet sich hier ab? Verfolgen wir einige Spuren:

Zunächst werden Begriffe andere Inhalte vermittelt (z.B. Familie, Ehe). Es geht um die Erlangung der Definitionshoheit über Begriffe. Damit soll zum einen der natürliche Impuls von Eltern für ihre Kinder gut sorgen zu wollen ausgenützt, verschleiert und umgelenkt werden, zum anderen Familie und Ehe als menschliche Institution zerstört. Auch Kinderrechte ins Grundgesetz einzufügen oder etwa staatliche Impfpflichten einzuführen, sollen die Verantwortung und das Erziehungsmonopol der Eltern über ihre Kinder untergraben. Dies, weil Familie die Grundzelle von Zukunft, Staat und Gesellschaft ist, denn Menschen machen eine Gesellschaft und nicht umgekehrt. Einer Ideologie jedoch ist immer daran gelegen, auf diese Grundzelle Zugriff zu erhalten.

Dann soll auch die Definition von Mensch, Menschenwürde an sich, eine tief greifende Veränderung erfahren. Dazu wird Wahrheit relativiert und das Menschsein ebenso. Mann, Frau, das Geschlecht an sich, sei keine biologische und damit natürliche Veranlagung, sondern allein eine Frage der Erziehung, der Sozialisierung, wird argumentiert. Der nun verwirrte Mensch wird so seines Menschseins entleert, seiner Identität und Seele beraubt, seines natürlichem Wesens entrissen, um ihn im ideologischen Sinn neu erschaffen zu können. So wird er etwa zum Konsumwesen, als manipulierbare Masse kreiert, in der selbst die Gedanken schon einer Prüfung und Zensur unterzogen sind (Stichwort: „political correctness“), natürlich in der irrigen Meinung, dies in Freiwilligkeit in besonders aufgeklärter Gesinnung zu tun. Denn alle „unaufgeklärten“ Menschenbilder und Gesellschaftsmodelle, etwa im religiösen Bereich, welche Familie und Ehe eher konservativ definieren, werden nun als überholt, nicht zeitgemäß und intolerant dargestellt. Gerne wird dabei der Verdacht geäußert, solche überkommenen Anschauungen entspringen einem rechtsextremen Milieu, um sie damit zu entwerten.

Um dieses Ziel zu erreichen, wurde z.B. der Feminismus und die Homosexuellenbewegung okkupiert und verändert. War der Feminismus einst für die Gleichberechtigung der Frau, ist er nun für die Gleichheit des Geschlechts. War die Homosexuellenbewegung einst für das Ende ihrer Diskriminierung, ist sie nun für die Abschaffung der Geschlechter und der eigentlichen Liebe jenseits des Sexualtriebs. Aus einer soziologischen wurde eine ideologische Bewegung. Bewusst mag das einigen nicht sein, den Chefideologen schon. Ihr philosophisches Fundament stammt dabei aus der sogenannten  „Frankfurter Schule“.

 

der emmauspilger

S.D.G.

 

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