Gedanken zur Menschwerdung Gottes

Am 25.03., neun Monate vor dem Weihnachtsfest, der Geburt Christi, feiert die Kirche Maria Verkündigung. Gott will Mensch werden und will dies durch den freien Willen einer menschlichen und besonderen Frau – Maria. „Wie wird dies geschehen?“ So ist ihre Frage an den Engel des Herrn (Lk 1:34). Das Geschehen dieser Menschwerdung ist auch in der Dreifaltigkeit Gottes gegründet. Hier einige Gedanken dazu:

Gott ist der Eine und Einzige.
Gott ist aber nicht einsam. In ihm, der seinesgleichen nicht hat, ist ein „Ich“, ein „Du“. Wie das in Gott sein könnte, bleibt sein Mysterium. Wie es aber in uns ist und auf uns kommt, ist offenbart. Das Wort Gottes, das der Sohn ist, spricht das „Ich“ und „Du“ in der Hl. Schrift aus in einer Innigkeit reiner Gemeinschaft. Diese heilige Tatsache nennt der Herr (Gott) Jesus Christus, wenn er von sich vom Sohn und vom Vater im Himmel spricht. Christen dürfen dieses Wort aufgreifen in der Ehrfurcht des Glaubens.

Damit beginnt die Öffnung für den Hl. Geist, den der Vater in Jesu Namen, im Namen des Sohnes, und den Jesus selbst vom Vater her sendet. Was dieser Hl. Geist in Gott bedeutet, erkennt der Mensch daran, was er in ihm bewirkt: Ein Christ wird durch ihn ganz er selbst, jener, wie Gott ihn wollte. In Gott ist das Wirken des Hl. Geistes ebenso: Er ist der Heilig-Lebendige, der macht, dass der Vater am Sohn Vater wird, und der Sohn zum Vater Sohn, dass sie Gemeinschaft haben ohne Vermengung, Eigenständigkeit ohne Zerreißung. So muss es auch unter Christen sein, die den Hl. Geist einlassen: Eins sind sie ohne ihre Individualität, ihr Charisma aufgeben zu müssen, in ihrem Glauben eigenständig ohne die Kirche des Herrn Jesus Christus dadurch zerreißen zu wollen.

Im Herrn Jesus Christus war Gott nicht nur so in der Welt, wie er es im Schöpfer ist, sondern Gott kam in ausdrücklicher Weise, nicht nur übergeschichtlich-wesenhaft, sondern geschichtlich, in Freiheit geschehen, als die Zeit erfüllt war, und ins Fleisch, als Mensch. Gott wurde im Herrn Jesus Christus der Bruder des Menschen, wie ungeheuerlich! Die alten Geschlechterreihen sind verfallen, die Stände aufgehoben, Mann, Frau, Sklave, Freier, Reicher, Armer, werden gleich durch ihren Bruder Jesus Christus, der Erstgeborene im Fleische unter vielen Geschwistern, als Kinder Gottes. Dieser ins Fleisch, in die menschliche Geschichte gekommene Gott im Sohn Jesus Christus, wird nie mehr vom Menschen weggehen, bei uns bleiben und uns bleibend für immer.

Jesus Christus, der Sohn Gottes, der sich im brennenden Dornbusch als „Ich bin, der ich bin (für euch da)“ (Ex 3:14) dem Menschen nannte, zeigt dessen innerstes Wesen. Durch Jesus Christus, dem Retter, nennt sich Gott „Ich liebe, der ich liebe“, „meine Liebe ist, die sie ist, sie ist ich“. Es ist jene Gesinnung, in der Gott für uns in seiner Menschwerdung da ist.

 

der emmauspilger

S.D.G.

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