Das Ende ist nahe – Die Rückkehr des Königs

Die Rückkehr des Königs, Jesus Christus, war zentraler Bestandteil der ersten Predigten (siehe etwa Apg 3:19-21; 2Thess 2:5). Die Verkündigung Jesu beinhaltete sie zu fast 10 %. Eine Vielzahl von Bibelstellen geben erst Sinn im Lichte der Endzeit. Liest man sie gemeinsam und nicht spiritualisiert, ergeben sie eine klare „Storyline“. Damit ist als Christ die Beschäftigung damit wichtig (Mt 24:37; 25:13). Es geht nicht um die spekulative Befriedigung der Neugier, sondern um Offenbarung Jesu (Offb 1:1). Papst em. Benedikt XVI. sagt deshalb: Die Lehre von Jesu Wiederkunft ist die „zweite Säule des christlichen Bekenntnisses“ .

Seit dem ersten Kommen Jesu wächst das Reich Gottes und steht die Einladung an jeden, sich ihm anzuschließen. Zugleich reift auch die Frucht des Bösen. Die Unterscheidung wird immer klarer, je näher die Zeit der Ernte kommt (vgl. fast alle Reich-Gottes-Gleichnisse, besonders aber: Mt 13:30).

Die Freude eine jeden Christen ist es, zusammen mit Jesus, dem Sohn Gottes in dessen Reich Gemeinschaft haben zu dürfen. Das ist eine tiefe Sehnsucht, die nicht allein aus der Hoffnung schöpft, sondern aus der Gewissheit, dass die bereits erlebten beglückenden Erfahrungen mit Gott nur ein schwacher Lichtschein dessen sind, was da kommen wird. In der Hl. Schrift wird diese Vereinigung immer wieder als Hochzeit bezeichnet, mit Jesus als Bräutigam und dem ganzen Menschen (Geistseele und Leib) als Braut.

Das Leben birgt sich im liebevollen Plan Gottes seine Braut schön zu machen (Eph 5:27 EÜ): „So will er die Kirche herrlich vor sich erscheinen lassen, ohne Flecken, Falten oder andere Fehler; heilig soll sie sein und makellos.“ Dies durch Nordwind und Südwind (Hld 4:16), Balsam und Myrrhe (Est 2:12), und damit Prüfung und Segen.

Heiligung bedeutet: schön sein wollen für den kommenden Bräutigam (1 Joh 3:2-3.): „Liebe Brüder, jetzt sind wir Kinder Gottes. Aber was wir sein werden, ist noch nicht offenbar geworden. Wir wissen, dass wir ihm ähnlich sein werden, wenn er offenbar wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist. Jeder, der dies von ihm erhofft, heiligt sich, so wie Er heilig ist.“

Das Ende ist nahe und jene Freude, die uns dabei erwartet, ist dieselbe, die unser Leben in der Gegenwart bereichert.

Gott weiß, was er mit mir vorhat. Ich brauche mich darum nicht zu sorgen (hl. Edith Stein).

 

der emmauspilger

S.D.G.