Der Bestand der Zeitungsente ist gesichert!

Man darf aufatmen: Die Zeitungsente kann wieder aus der roten Liste der bedrohten Arten gestrichen werden! Sie gedeiht so prächtig, dass sie sogar wieder ihren völkischen Spitznamen erhielt, der seit 1945 fast vergessen war: Lügenpresse. Wikipedia, eine Plattform im Internet, der man sowieso nicht hundertprozentig trauen kann, verbreitet da folgende Information, denn mit dem Wort werde: „umgangssprachlich eine Falschmeldung in der Zeitung bezeichnet“. Es seien „bewusste Fälschungen (sogenannte Tatarenmeldungen) als auch Irrtümer“ gemeint. Was wissen denn die schon.

Die Zeitungsente wurde vor langer Zeit erstmals zusammen mit Nachrichtenverbreitungen entdeckt. Sie erhielt ihre heutige korrekte botanische Bezeichnung „Fake News“ in der Sprache der Globalisierung und des Kapitalismus. Besonders von weit rechtsaußen her werden ganze Zeitungs- und Sendergruppen als bevorzugtes Brutgebiet der Zeitungsente proklamiert. Von dort aus wird Wahrheit verheimlicht und Unwahrheit verbreitet, da ist man sich sicher. Der Mainstream hingegen, also die Denkrichtung der Politik und der Medien, vermutet das Hauptbiotop der Zeitungsente erst einmal bei den Russen, wohl aus Rache darüber, dass man dort einst links wie man selbst war und dies dann schmählich verleugnete. Man erkennt: Zeitungsenten hält man denkend in Schubladen!

Die Sozialwissenschaft ist für die Untersuchung von Zeitungsenten zuständig, hier wird ihr Lebensraum erforscht sowie ihr Innenleben seziert. Und Studien werden veröffentlicht, so etwa diese: „Fakten statt Fakes – Verursacher, Verbreitungswege und Wirkungen von Fake News im Bundestagswahlkampf 2017“. Forschungszentrum war die „Stiftung Neue Verantwortung“ mit Sitz in Berlin. Im Mittelpunkt der Studie stand die Frage, wer in Deutschland an der Entstehung und Verbreitung von Fake News in der digitalen Öffentlichkeit beteiligt ist. Ebenso wie groß die Reichweite der Zeitungsente ist und wie erfolgreich man sich gegen sie wehren kann, sollte sie zur Plage werden.

Und hier das Ergebnis: Vor allen Rechtspopulist/innen und Rechtsextreme sind engagierte Zeitungsenten-Halter. Die AfD kann dabei als deren Dachverband betrachtet werden. Das besondere Zuchtziel dort ist der Zeitungsente vor allen Falschinformationen über Flüchtlinge und Kriminalität anzueignen. Allerdings erhält sie dadurch nur eine geringe Reichweite, außer die Mainstream-Medien paaren sich mit ihr.

Was sagt das nun über die Zeitungsente aus? Nicht viel, außer dass ihr Paarungsverhalten der Schlüssel für ihre Reichweite ist. Und vielleicht, dass sie bevorzugt in den Gärten derer landet, die darin einfache Strukturen bevorzugen. Aber dies sind bestimmt auch nur überzüchtete Fake News: von irgendwelchen Studienerstellern im linken Berlin oder von den Russen.