Von der Heilsgewissheit

Eine Schriftbetrachtung.
Ein Christ muss sich seines Heils gewiss sein, erlöst sein, um Gottes Freude und Frieden in sich genießen zu können und den Herrn für alle Welt zu bezeugen. Niemand ist fromm mit ständigen Zweifel, denn der Zweifel ist die Nahrung des Teufels für uns. Doch was ist das Heil überhaupt? In 1Joh 5,10-12 wird es erklärt: „Wer an den Sohn Gottes glaubt, der hat dieses Zeugnis in sich. Wer Gott nicht glaubt, der hat ihn zum Lügner gemacht, weil er nicht an das Zeugnis glaubte, mit dem Gott Zeugnis gab von seinem Sohne. Und dies ist das Zeugnis, daß uns Gott ewiges Leben gab, und dieses Leben ist in seinem Sohne. Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn nicht hat, der hat das Leben nicht“.

Das Heil ist also das ewige Leben und nicht ein komfortables und angenehmes Leben auf der Erde. Dieses Heil hängt von 2 Dingen ab:
1. Von dem, was Gott getan hat
2. Von dem, wie wir darauf reagieren
Siehe Joh 3,16: „Denn so sehr liebte Gott die Welt, daß er seinen eingeborenen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengehe, sondern ewiges Leben habe“.

Allein Christus Jesus hat für uns Menschen, allesamt Sünder, den Weg zum heiligen Gott geöffnet. Uns auf diesen Weg begeben müssen wir aber selbst. Unser Beitrag dazu besteht wiederum aus 2 Dingen:
1. Umkehr, Bekehrung, Buße
2. Glaube
Ersichtlich in Apg 20,21: „Vor Juden und Hellenen habe ich Zeugnis abgelegt für die Bekehrung zu Gott und den Glauben an unseren Herrn Jesus“. Oder in Hebr 6,1: „Lassen wir daher die Anfangsgründe der Lehre von Christus beiseite und wenden uns der Vollendung zu, um nicht nochmals den Grund zu legen mit: Abkehr von toten Werken und Glaube an Gott“. Buße führt zum Glauben, verdrängt die Zweifel, bringt uns Heil.

Doch was ist Buße und Glaube?
Buße und Umkehr heißt zu erkennen, dass man nichts ist und nichts leisten kann, um das Heil zu erlangen und man deshalb allein auf Gott baut. Glaube heißt das Werk Christi für sich annehmen. Glaube heißt auch zu glauben, dass Christus Jesus der Sohn Gottes ist, dass er unsere Schuld getragen hat am Kreuz, weil er uns liebt. Ebenso, dass er auferstanden ist von den Toten und damit den Tod besiegt hat. Der Glaube ist ein Geschenk Gottes an unseren Geist.

Das Gegenteil von Glaube ist der Zweifel. Glaube ist nicht das Gegenteil von Wissen! Das Gegenteil von Wissen ist nämlich die Vermutung. Mit Buße und Glaube erlangen wir das Heil und verbleiben also im Heil. Siehe Joh 5,24: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer auf mein Wort hört und dem glaubt, der mich sandte, hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tod hinübergeschritten ins Leben. Oder Rö 5,1: „Gerecht geworden also aus dem Glauben, haben wir Frieden zu Gott hin durch unseren Herrn Jesus Christus“. Ebenso Joh 6,47: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer glaubt, hat ewiges Leben“. Das Heil zu erlangen bedeutet nicht allein Bibellesen oder in einer religiösen Überzeugung, Konfession, Gemeinde zu verharren oder auf Lehrer, Gurus oder Menschen zu hören, sondern zu glauben an Christus Jesus.

Nun kommen wahrscheinlich nicht nur bei mir mindestens 3 Fragen auf:
1. Was ist mit meinen Sünden?
2. Ist es nicht ein Ausdruck von Hochmut seines Heils gewiss zu sein?
3. Kann man nicht auch zu Unrecht seines Heils gewiss sein?

Ich bin dabei zu folgender Überzeugung gelangt:
1. Wer seine Sünden erkennt und bekennt, Buße tut, kann sein Heil nicht verlieren, siehe Kol 3,1-5.8-9: „Wurdet ihr also auferweckt mit Christus, so sucht, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes! Was droben ist, habt im Sinn, nicht das auf Erden! Denn gestorben seid ihr, und euer Leben ist mit Christus verborgen in Gott. Wenn Christus erscheinen wird, er, unser Leben, werdet auch ihr mit ihm erscheinen in Herrlichkeit. So ertötet denn, was an euren Gliedern noch irdisch ist: Unzucht, Unlauterkeit, Leidenschaft, böse Begierde und die Habsucht, die Götzendienst ist. Jetzt aber legt auch ihr dies alles ab: Zorn, Erbitterung, Bosheit, Lästerung, unehrbares Reden eures Mundes. Belügt nicht einander, die ihr den alten Menschen samt seinen Werken ausgezogen habt“.

Dort werden echte Christen beschrieben, die ihres Heils gewiss sind, aber noch nicht vollkommen. Die Basis unseres Heils ist das Werk Gottes am Kreuz und nicht unsere Heiligkeit! Dies bedeutet aber nicht leichtfertig zu leben, sondern gemäß 2Kor 7,1: „Da wir nun diese Verheißungen haben, Geliebte, wollen wir uns rein bewahren von aller Befleckung des Fleisches und Geistes und zu vollkommener Heiligkeit gelangen in der Furcht Gottes“. Allerdings verliert man sein Heil, wenn man bewusst an einer Sünde festhält, denn dies schwächt und verflüchtigt den Glauben.

2. Es ist kein Ausdruck von Hochmut sich seines Heils gewiss zu sein, denn wir selbst könnten sowieso nicht das Heil erringen. Für Gnadengeschenke kann man sich nicht rühmen, das Heil ist allein die Barmherzigkeit Gottes. Dies sagt uns Rö 3,27: „Wo also ist [dein] Rühmen? Es ist ausgeschlossen! Aufgrund welchen Gesetzes? Durch das der Werke? Nein, sondern durch das Gesetz des Glaubens“.

3. Lk 13,23-27 erzählt von jenen, die sich zu Unrecht ihres Heils gewiss sind: „Da sagte einer zu ihm: »Herr, sind es wenige, die gerettet werden?« Er sprach zu ihnen: »Müht euch, hineinzukommen durch die enge Pforte; denn ich sage euch: Viele werden hineinzukommen suchen und es nicht vermögen. Sobald der Hausherr sich erhoben und die Türe verschlossen hat und ihr draußen steht und an die Pforte zu klopfen beginnt und ruft: Herr, mach uns auf!, wird er euch zur Antwort geben: Ich weiß von euch nicht, woher ihr seid. Dann werdet ihr sagen: Wir haben vor deinen Augen gegessen und getrunken, und du hast auf unseren Straßen gelehrt. Und er wird antworten: Ich sage euch: Ich weiß nicht, woher ihr seid; weicht von mir alle, die ihr die Werke des Bösen tut!“ Dort bezeugen die Menschen: „Wir haben vor dir gegessen und getrunken“. Sie handelten demnach nur selbstsüchtig, heuchlerisch vor den Menschen, weil sie meinten allein in religiösen Überzeugungen und Ritualen zuerst den Menschen und dann erst Gott zu gefallen und nicht allein an Gott glaubten und ihn liebten.

Auch getauft zu sein bedeutet nicht gerettet zu sein, siehe Mk 16,16: „Wer glaubt und sich taufen läßt, wird gerettet, wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden“. Von der Taufe ist bei einem Ungläubigen gar nicht mehr die Rede, er ist verdammt.

Auch Werke allein bedeuten nicht gerettet zu sein, siehe Gal 2,16: „… weil wir aber wissen, daß der Mensch nicht gerecht wird durch die Werke des Gesetzes, sondern durch Glauben an Jesus Christus, so nahmen auch wir den Glauben an Christus Jesus an, damit wir Gerechtigkeit erlangten auf Grund des Glaubens an Christus und nicht der Werke des Gesetzes; denn auf Grund von Werken des Gesetzes wird »niemand zu Gerechtigkeit kommen« (Ps 143,2).“ Gute Werke („Werke des Gesetzes“) sind nur Früchte des Glaubens, jedoch wachsen sie nicht, dann ist da auch kein Glaube. So bezeugt sich der Glaube ohne gute Werke selbst als tot (siehe Jakobusbrief).

Christus Jesus ging mit 3 Gruppen von Menschen besonders hart ins Gericht: Mit den Gotteslästerern und Tempelschändern (Vertreibung der Händler), mit den Heuchlern (Pharisäer, Schriftgelehrten) und mit den Kleingläubigen (so im Sturm oder bei Petrus, als er über das Wasser ging). Sünder, Kranke, Leidende und Außenseiter jedoch heilte Christus Jesus und wollte Gemeinschaft mit ihnen. Welcher Trost für uns Christen und den Menschen!

der emmauspilger

S.D.G.

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