Ephraem der Syrer: Von der Eucharistie

Am 9. Juni ist der Gedenktag von Ephraem der Syrer (306-373), Kirchenlehrer der orthodoxen und der katholischen Kirche. Er verstand es weitaus früher wie Dante als „Dichtertheologe“ die Lehre der Kirche in Poesie zu fassen, so dass er den Ehrentitel „Harfe des Hl. Geistes“ erhielt. Im Hymnus „De Fide“ 10, 8–10 schreibt er über die Hl. Eucharistie:

„In Deinem Brot verbirgt sich der Geist,

der nicht verzehrt werden kann;

in Deinem Wein ist ein Feuer,

das man nicht trinken kann.

Der Geist in Deinem Brot, das Feuer in Deinem Wein:

ein Wunder, das von unseren Lippen empfangen wird.

Der Seraphim konnte seine Hand nicht in die Nähe der glühenden Kohle bringen,

die nur vom Mund Jesajas berührt wurde;

seine Hände konnten sie nicht berühren und seine Lippen konnten sie nicht schlucken;

uns aber hat der Herr beides gewährt.

Das Feuer ist voller Zorn herabgestiegen, um die Sünder zu vernichten,

doch das Feuer der Gnade steigt auf das Brot herab und bleibt dort.

Statt des Feuers, das den Menschen vernichtet hat,

haben wir das Feuer im Brot gegessen

und sind lebendig geworden“

 

 

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