Geistige Konfliktlösung für Dummies

Man kennt die Bücher zur Selbstoptimierung im weltlichen Bereich, die möglichst einfach einen komplexen Sachverhalt erklären wollen, ohne beim Leser ein großes Vorwissen vorauszusetzen. Hier ein christlicher Versuch diese Methode auch im geistigen Bereich anzuwenden. So könnte es also klappen mit dem Konfliktpartner:

  1. Man ruft den Hl. Geist um Beistand an
  2. Man beginnt mit einer Bestandsaufnahme und zwar bei sich selbst
    • Man entdeckt seine Talente, seine Fehler und akzeptiert sie. Erkennt man seine eigenen Grenzen, erkennt man auch seine Unvollkommenheit
    • Wir alle sind Sünder, leiden unter den sieben Wurzelsünden, die unsere Haltung und damit unsere Worte und Handlungen bestimmen. Diese Sünden sind: Überheblichkeit und Stolz; Habgier und Geiz; Wollust und Unkeuschheit; Missgunst, Neid und Eifersucht; Unmäßigkeit und Völlerei; Zorn und Hass; Trägheit und Unlust
    • Man erforscht die Ängste, Überreaktionen, die aus Verwundungen der Vergangenheit stammen.

  1. Nun überträgt man seine Beobachtungen auf den Nächsten.
    • Auch die Mitmenschen sind nicht vollkommen. Man bejaht sie trotz und mit ihren Grenzen
    • Auch die Mitmenschen sind Sünder und leiden unter den sieben Wurzelsünden
    • Auch die Mitmenschen haben Vergangenheit mit Verwundungen

Positive Zwischenbilanz: Aus vorangehenden Beobachtungen zieht man positive Werte, Talente, Liebenswürdigkeiten bei sich und den Mitmenschen. So kann man den Nächsten annehmen und ihm dabei helfen, dass er sich selbst annimmt. Vielleicht schreibt man heute auf, was man positives am Anderen findet und mag es noch so gering sein, und morgen noch ein bisschen mehr.

  1. Doch aus sich heraus hat man als Sünder kaum Kraft selbst nach diesen Erkenntnissen Konflikte zu vermeiden oder zu lösen. Deshalb muss unbedingt im Gebet die Hilfe Gottes für einen selbst und den Nächsten erfleht werden sowie der eigene Schutzengel darum gebeten mit dem Schutzengel des Nächsten liebevollen Kontakt aufzunehmen. Ebenso segnet man den Nächsten, nicht unbedingt, weil einen danach ist, sondern weil man Gott gehorsam sein will. Darum ist dies auch keine Heuchelei.

Zudem muss man klar seinen Gottesbezug erkennen:

  1. Es war Gottes Wille, dass wir mit den Talenten und Schwächen geschaffen wurden, die wir besitzen und er liebt uns mit alldem
  2. Kein Geschöpf, nichts materielles kann uns glücklich machen, unsere Sehnsüchte stillen, nur Gott
  3. Wir dürfen in Gott absolutes Vertrauen haben, eben unerschütterlichen Glauben

Daraus erkennen wir unseren Lebenssinn:

  1. Wir lernen in der eigenen Unvollkommenheit Gott und den Nächsten zu lieben und können so Misstrauen in Vertrauen (Glauben) wandeln
  2. Wir können unseren Stolz brechen und erlangen Demut
  3. Wir können Gott in allen Dingen dankbar sein

Zu erwähnen wäre noch, dass dieser 10-Punkte-Plan funktioniert, ich habe es selbst ausprobiert. Und wenn es jemanden nicht weiterhelfen sollte, dann ist er eben kein Dummie.

der emmauspilger

S.D.G.

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