Liebe Muslime, wir Christen sind schon unterwegs!

Immer wieder überkommen auch mich Ängste vor Terrorismus oder Islamismus.
Hinwendung zu Gott, Gebet und Sakramente sind dabei Stärkung und Trost – aber doch nicht, um dann in einer kuscheligen Biedermeierreligion in vermeintlicher Geborgenheit zu verharren. Wo die Liebe ist, also Gott, ist keine Furcht!
Gott lässt die „Früchte“ der Politik des Westens zu und er sendet uns Moslems, damit wir nicht unbedingt ihre Religion, aber wenigstens ihr Gottesbild ändern! Das geschieht, in dem wir Christus leben, den Gott der Liebe und Barmherzigkeit, jenseits vom Druck eines durch islamistische Hassprediger vermittelten rachsüchtigen Allah, dem es gefällt, dass man sich in sein Paradies durch Mord hineinbombt.
Könnte es nicht sein, dass der Koran eine teilweise Offenbarung Gottes für die Araber (im Sinne einer Kultur) ist, die in einem Bereich des Christentums entstand, in dem sich der Kanon des NT noch nicht durchgesetzt hatte (und natürlich auch nicht die Konzilsbeschlüsse)?
Könnte dann nicht anstelle von Angst und Hass gegenüber den Muslimen die Freude darüber treten, dass wir viele Cousins und Cousinen im Glauben haben, die den gemeinsamen Gott auch schon lange und fest bekennen?
Könnte dieser Umstand nicht auch für unseren Glauben bereichernd sein, damit wir uns wieder näher mit ihm befassen, mutig zu ihm stehen und ebenso mutig unsere Frömmigkeit zeigen?

Eine aufgeklärte Verdünnung des christlichen Glaubens und weiterhin ein westlich imperialistisches Denken sind nicht geeignet mit dem Islam ins Gespräch zu kommen. Aber dieses Gespräch wird das gesamte 3. Jahrtausend bestimmen (außer unser Herr kommt zuvor, Halleluja!!!). Wir können es für Gott fruchtbar führen, wenn wir unsere eigenen Schätze wieder kennenlernen (auch in der Tiefe der Mystik) und ebenso nicht die Muslimen „anhimmeln“ als Vertreter einer angeblich authentischeren Religion oder diese sogar verharmlosen.

Es gibt sehr viele Ansatzpunkte mit dem Islam in Dialog zu treten und er wird sich in einem Umfeld christlichen Glaubens in Europa auch positiv verändern. Wir Christen und damit die Kirche sind aufgerufen dieses Umfeld zu schaffen. Ein Umfeld des liebenden, barmherzigen Gottes, der Vergebung, der Annahme, der Gleichberechtigung der Würde jedes Menschen von der befruchteten Eizelle bis zum natürlichen Tod. Die Freikirchen sind den „großen Kirchen“ in Sachen Missionierung und Einbindung von Muslimen weit voraus. Wann werden wir wach? Mehr müssen wir doch nicht tun: Als Werkzeug an seinem Platz bereitstehen und Gott damit handeln lassen.

„I have a dream“: Was wäre, wenn in ein paar Jahrzehnten von Europa aus ein reformierter, weil dem barmherzigen Allah verbundener Islam, die arabische Welt missionieren würde, Frieden und Wohlstand bringen, ohne dass eine westliche Kultur übergestülpt wurde, aber ein christlicher Duft hineingetragen?

 

der emmauspilger

S.D.G

Ein Kommentar zu “Liebe Muslime, wir Christen sind schon unterwegs!

  1. „Wo die Liebe ist, also Gott, ist keine Furcht!“

    So sehe ich das auch; und wenn Furcht aufkommt, so kann sie in Liebe umarmt, akzeptiert und verwandelt werden. Das ist mir in der letzten Zeit immer bewusster geworden: Auferstehung bedeutet Verwandlung. Die frohe Botschaft ist, dass ausnahmslos alles verwandelt werden kann. „Und das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hats nicht ergriffen.“ ~ welche DENKWEISE und LEBENSWEISE ergibt sich hier und heute daraus? Das ist doch die interessante Frage. 😉

    „Gott lässt die “Früchte” der Politik des Westens zu und er sendet uns Moslems, damit wir nicht unbedingt ihre Religion, aber wenigstens ihr Gottesbild ändern!“

    Welches religiöse Bekenntnis ein Mensch befürwortet – oder auch gar keins – das ist ohnehin eine sehr persönliche und intime Herzensangelegenheit. Da würde ich mich nicht einmischen. Es gibt Geschichten von Muslimen, die sich für JESUS CHRISTUS öffnen (Friede sei mit ihm), aber das kommt aus einem inneren Impuls. Durch Manipulation von Außen kann das Herz nicht verwandelt werden. Es genügt, wenn wir für einen freundschaftlichen Dialog offen sind und Muslime ermutigen das Evangelium (Indschil) zu lesen.

    Ein intelligenter Christ könnte etwa begründen, dass JESUS den wahren und vollkommenen Islam lehrt. Gleichzeitig können die „problematischen“ Elemente einer wohlwollenden Kritik unterzogen werden, dagegen spricht ja nichts. Jeder wahrhafte Muslim wird dafür offen sein, denn der Koran beruft sich auf die TORAH und das EVANGELIUM, die damit folgerichtig den Schlüssel zum Verständnis der ganzen Offenbarung bilden.

    „Und als Jesus mit den deutlichen Zeichen kam, sagte er: “Ich komme zu euch mit der Weisheit, und um euch einiges von dem, worüber ihr uneins seid, deutlich zu machen. So fürchtet Gott und gehorcht mir.” (Sura 43: Az-Zuhruf , 63)“

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