Gebet des Nerses Snorhali

Jesus, der eingeborene Sohn des Vaters, Dein Blut ist wirklich ein Trank!

Du hattest die Worte der Schrift erfüllt
und Deinen Geist dem Vater zurückgegeben,
da traf Dich die Lanze des Soldaten
und eine Quelle entsprang Deiner Seite:

Wasser, damit wir uns waschen am heiligen Taufquell,
Blut, damit wir es trinken im Geheimnis der Eucharistie,
wegen der Wunde der Frau, die hervorging aus der Seite Adams und durch die der erste Mensch gesündigt hat.

Ich bin aus einem Fleisch, das von der Ursünde gezeichnet ist.
Und von einem Blut, vermischt mit Ackererde.
Doch Du hast mich gereinigt mit dem Tau aus Deiner Seite.
Und dann – bin ich zurückgefallen in die Sünde.

Lass nicht zu, dass ich dort verbleibe.
In Deiner Güte wasche mich von neuem.
Und sollte mir diese Gnade nicht zuteil werden,
so seien meine Sünden benetzt von meinen Tränen.

Öffne meinen Mund dem Fließen des Blutes,
das heilig quillt aus Deiner Seite:
Wie ein Kind am Busen der Mutter,
das gierig sucht die Mutterbrust.

Dann kann ich die Freude trinken
und jubele im Heiligen Geist
und köstlich wird munden dieser Kelch,
der Kelch der reinen Liebe, des unvermischten Weins.

Du bist dem vergänglichen Menschen das bleibende Geschenk.
Du bist es, der die Geschöpfe beschenkt,
die sterblichen und die unsterblichen.

Schenke Dich mir als Gnadengabe,
Du, der an alle das Leben austeilt.

Amen

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