Bischöfe fordern Menschenwürde als Grundlage für den Frieden

Am 15. Januar 2015 tagte in Jerusalem die Heilig-Land-Koordination der Bischofskonferenzen zur Solidarität mit den Christen im Heiligen Land. In ihrer Schlusserklärung betonten sie die Förderung der Menschenwürde im Hl. Land als Grundlage für den Frieden:

„Wir wurden Zeugen der tragischen Konsequenzen des Scheiterns der örtlichen und internationalen Politik bei dem Versuch, den Friedensprozess voranzubringen. Die Menschenwürde ist von Gott gegeben und sie ist absolut. Der bestehende Konflikt verletzt die Würde von Palästinensern und Israelis, aber unser Einsatz für die Armen ruft uns in besonderer Weise dazu auf, das leidende Volk in Gaza zu unterstützen. Vor einem Jahr nannten wir Gaza „ein von Menschen verursachtes Desaster, ein schockierender Skandal, eine Ungerechtigkeit, die nach einer Lösung durch die internationale Gemeinschaft schreit“. Angesichts der schrecklichen Zerstörung, die eine Folge des Krieges im letzten Jahr war, erinnerte unsere Anwesenheit die kleine christliche Gemeinde daran, dass ihre Mitglieder nicht in Vergessenheit geraten sind.
Trotz der Verwüstung und der schrecklichen Schauplätze der Zerstörung, die wir sahen, und der Angst vor einem weiteren Krieg, die geäußert wurde, ist die Hoffnung in Gaza immer noch lebendig. Wir konnten Familien sehen, die ihr Leben ganz entschlossen wieder aufbauten. Außerdem wurden wir Zeugen des starken Glaubens einer kleinen christlichen Gemeinde. Wir bewunderten das Durchhaltevermögen vieler Freiwilliger. Wir besuchten die Schule der Heiligen Familie (Holy Family School), wo muslimische und christliche Kinder in Eintracht miteinander lernen und spielen. Wir trafen die Rosenkranzschwestern, die getreu ihrer Mitbegründerin Marie-Alphonsine, die in diesem Jahr von Papst Franziskus heiliggesprochen wird, ein prophetisches Erziehungsamt ausüben. Wir feierten die heilige Messe mit den Karmelitinnen in Bethlehem. Deren Gründerin Mariam Baouardy, eine weitere Palästinenserin, deren Leben etwas von der Heiligkeit bezeugt, die immer noch von diesem Land ausgeht, wird auch heiliggesprochen werden.“

Die katholische Gemeinde in Gaza besteht aus 200 Katholiken, insgesamt gibt es im Gazastreifen knapp 2.500 Christen. Die drei katholischen Schulen im Gazastreifen ermöglichen Bildung für junge Menschen, egal ob Christen oder Muslime, und gerade deshalb kommt ihnen eine große Bedeutung zu, zum Frieden zu erziehen und den Hass zu überwinden.

der emmauspilger
S.D.G.

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